Der japanische Garten

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Treffen und Konferenzen

Hesselet – Der japanische Garten


Der japanische Garten im Hotel Hesselet wurde mit Respekt vor dem Ort und dem Geist der japanischen Gartentradition angelegt.


Die Pflanzen wurden so ausgewählt, dass sie den Rhythmus der Jahreszeiten, die Ruhe der Natur und das Zusammenspiel von Stein, Wasser und Holz widerspiegeln.

Der Eingang – Tor (Mon)

Das Tor markiert den Übergang von der Außenwelt in die friedliche Welt des Gartens.

In der japanischen Kultur symbolisiert das Tor, oft inspiriert vom traditionellen Torii, einen Schritt ins Spirituelle – einen Ort, an dem man Hektik und Sorgen hinter sich lässt und in Frieden und Präsenz eintritt.


Er erinnert uns daran, dass der Garten ein Ort der Besinnung, des Respekts vor der Natur und der inneren Ausgeglichenheit ist.

Der Kranich und die Schildkröte = Die Insel auf dem Parkplatz

Im japanischen Garten symbolisieren Kranich und Schildkröte die Harmonie zwischen Himmel und Erde – dem Licht und dem Festen, dem Bewegten und dem Ruhigen.

Der Kranich symbolisiert Glück, Anmut und ein langes Leben. Er steht für Eleganz und Spiritualität und ist im Garten oft als Felsformation oder längliche Insel zu sehen, die einem Vogel mit ausgebreiteten Flügeln ähnelt.


Die Schildkröte steht für Stabilität, Ruhe und Weisheit. Sie symbolisiert die Kraft der Erde und die Ewigkeit und wird typischerweise als flache, runde Insel mit einem kleinen Stein als Kopf dargestellt. Oftmals sind Kranich und Schildkröte einander im Wasser gegenüber platziert und schaffen so ein friedvolles Zusammenspiel zwischen Himmel und Erde.


Gemeinsam verkörpern die beiden Figuren Ausgewogenheit, Frieden und den ewigen Kreislauf der Natur – ein zentrales Thema in der japanischen Gartentradition und auch in unseren eigenen Gärten, wo sie uns daran erinnern, Frieden, Schönheit und Harmonie in allem, was wir tun, zu schaffen.

Die Schildkröte in Hesselets Garten blickt auf das Restaurant Hi – wie ein Wächter des Ortes.


Sein Schild ruht schwer und ruhig, bedeckt mit Moos und niedrigem Kiefernzweig, und blickt zum Haus hinaus als Symbol für Schutz, Stärke und Ruhe.

In der japanischen Philosophie schützt die Schildkröte vor Unglück und bringt Weisheit und Stabilität an den Ort, den sie beschützt.

Japanischer Ahorn auf Stein

Im Garten steht dieses besondere Kunstwerk – geschaffen vom lokalen Schmied Jesper – als Interpretation der japanischen Bonsai-Tradition.


Der Baum besteht aus Eisen und Kupfer und stellt einen japanischen Ahorn dar, der direkt aus dem Stein wächst. Die Kombination aus rohen Materialien und organischer Form symbolisiert die Kraft, Ruhe und Ausgewogenheit der Natur – Werte, die für die japanische Gartenkunst zentral sind.


In der Bonsai-Kunst wird der Baum mit großer Geduld und Respekt vor der natürlichen Form gestaltet. Hier wird diese Idee in ein modernes Kunstwerk übersetzt, in dem das Metall dem Baum ewiges Leben verleiht, während die lebendige Oberfläche des Kupfers mit der Zeit patiniert und ihren Charakter zusammen mit dem umgebenden Garten verändert.


Der Stein steht für Stabilität und Erdung, der Ahorn symbolisiert Schönheit, den Wechsel der Jahreszeiten und die Vergänglichkeit des Lebens. Gemeinsam schaffen sie einen ruhigen Ort der Besinnung und Achtsamkeit im Garten.

Tsukubai – Der Wasserstein

Tsukubai bedeutet „sich verbeugen“ und ist eines der symbolträchtigsten Elemente eines japanischen Gartens. Traditionell dient es der rituellen Reinigung – nicht des Körpers, sondern des Geistes. Seine geringe Höhe lädt dazu ein, sich zu verbeugen, als Zeichen der Demut, des Respekts und der Achtsamkeit, bevor man einen ruhigen oder besonders bedeutsamen Ort betritt.


Der Wasserstein besteht aus einer aus Naturstein gehauenen Schale, aus der Wasser ruhig durch ein Bambusrohr – Kakei – fließt und sich in der flachen Vertiefung sammelt. Das Wasser bewegt sich stetig, aber gemächlich und symbolisiert so den Fluss des Lebens und die ewige Erneuerung. Um die Schale herum befinden sich Moos, kleine Steine und niedrige Pflanzen, die die Schlichtheit unterstreichen und einen ruhigen, grünen Rahmen um das Element bilden.


Tsukubai ist ein Ort der Besinnung und des Respekts – ein Moment, um innezuhalten, durchzuatmen und den Alltag hinter sich zu lassen. In der japanischen Tradition werden Hände und Mund symbolisch mit einer kleinen Bambusklammer (Hishaku) gewaschen. Im Hesselet ist dieses Ritual eher ein Gedanke als eine Handlung – eine Erinnerung daran, dass man einen Ort betritt, an dem Ruhe und Ausgeglichenheit im Mittelpunkt stehen.


Das Plätschern des Wassers ist ein wichtiger Bestandteil des Erlebnisses. Es dämpft den Lärm, erzeugt einen Rhythmus und erinnert uns daran, dass Stille auch Bewegung sein kann. Das Wasser reinigt nicht nur den Körper, sondern schafft Klarheit – einen kurzen Moment des Augenblicks.


Tsukubai symbolisiert Respekt vor dem Ort und inneren Frieden. Es ist ein Ort, um innezuhalten, durchzuatmen und die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen, bevor man den Garten weiter erkundet.

Der Strom – der Fluss des Lebens

Wasser ist die Lebensader des Gartens – ein Symbol für Bewegung, Wandel und den ewigen Fluss der Zeit. Es verbindet den Garten und erzeugt einen Rhythmus, wie den Puls eines Lebewesens. Sanft fließt das Wasser durch die Landschaft, stets im Gleichgewicht zwischen Kraft und Ruhe.


Ein plätschernder Bach bringt Klang, Leben und Energie in den Garten. In der japanischen Tradition heißt es, er trage Ki – Lebensenergie –, die durch den Garten fließt und ihm Vitalität verleiht. Die sanfte Bewegung und das Glucksen wirken auf die Sinne und verlangsamen den Lebensrhythmus, sodass man fast unbewusst ruhiger atmet.


Der Wasserlauf durch den Garten symbolisiert auch den Lebensweg – von der Quelle bis zum Meer, vom Anfang bis zum Ende, in einem endlosen Kreislauf der Erneuerung. Er erinnert uns daran, dass alles in der Natur in ständiger Bewegung ist und dennoch in Harmonie herrscht.


Im Hotel Hesselet bildet der Wasserlauf ein zentrales Element, das die verschiedenen Bereiche des Gartens miteinander verbindet und den Blick sanft lenkt. Das Wasser spiegelt das Licht, die Pflanzen und den Himmel wider und lädt den Gast ein, innezuhalten, zu lauschen und die Ruhe zu genießen.

Sandgarten – Der Pazifische Ozean (Karesansui)

Der Sandgarten bildet das Herzstück des japanischen Meditationsgartens. Hier ersetzen Sand und Stein Wasser und Bewegung, und die Naturkräfte offenbaren sich in ihrer einfachsten Form. Das Wort Karesansui bedeutet wörtlich „trockene Landschaft“, und der Garten ist aus Zen-buddhistischen Klöstern bekannt, wo er der Meditation und Kontemplation dient.


Im Sandgarten symbolisiert der rissige Sand die Wellen des Meeres, während die massiven Steine Inseln, Berge oder Felsen darstellen, die inmitten der Bewegung stillstehen. Das Muster im Sand entsteht mit einem Rechen, und die Linien erzeugen Rhythmus und Ausgewogenheit – wie der Wind, der über das Wasser streicht. Sie verändern sich stetig mit der Jahreszeit, der Stimmung und dem Gemütszustand, und jedes Mal offenbart sich ein neuer Ausdruck in der Sprache der Stille.


Der Sandgarten steht nicht für Perfektion, sondern für Präsenz. Er lehrt uns, dass Ruhe nicht Stillstand bedeutet, sondern Harmonie zwischen Bewegung und Ruhe. Beim Betrachten der Rillenmuster spürt man fast, wie die Gedanken zur Ruhe kommen – als ob der Geist den Linien des Sandes folgt.

In der japanischen Philosophie symbolisiert der Sandgarten auch die Leere – „Ma“ – den Raum zwischen den Dingen, in dem Stille herrscht. Die Leere ist ebenso wichtig wie die Steine, denn sie bietet Raum für Reflexion, Luft und Ausgeglichenheit.


In Hesselet dient der Sandgarten als Ort der Besinnung und Stille, wo Gäste zur Ruhe kommen und inneren Frieden finden können. Das Zusammenspiel von Sand, Stein und Licht offenbart den Rhythmus der Natur in seiner einfachsten und schönsten Form.

Wege, Granitpflaster und Ichimatsu – Der Weg durch den Garten

Die Wege im japanischen Garten symbolisieren den Lebensweg – eine Bewegung durch Zeit, Gedanken und Natur. Jeder Stein ist sorgsam platziert, und keiner gleicht dem anderen. Der bewusst unregelmäßige Rhythmus lässt uns innehalten und jeden Schritt bewusst wahrnehmen. In der japanischen Tradition erinnert uns dies daran, dass Schönheit und Ruhe in der Langsamkeit und der Unvollkommenheit liegen.


Die Granitpflasterung symbolisiert Stärke, Beständigkeit und Ausgewogenheit. Die massiven Steine strahlen Ruhe und Stabilität inmitten der lebendigen Elemente des Gartens wie Wasser und Pflanzen aus. Beim Begehen des Weges spürt man den leichten Widerstand unter den Füßen – eine Erinnerung daran, dass Ruhe Achtsamkeit und Präsenz erfordert.


In Teilen des Gartens wiederholt sich die Wegeführung im klassischen Ichimatsu-Muster – abwechselnde helle und dunkle Flächen symbolisieren Harmonie, Ordnung und Rhythmus. Das aus der japanischen Textilkunst und Architektur bekannte Muster erzeugt ein subtiles Spiel von Licht und Schatten, Mensch und Natur.


Die Wege, der Granit und das Ichimatsu-Muster bilden zusammen eine visuelle und sinnliche Erzählung von Ausgewogenheit. Sie verbinden die Elemente des Gartens und zeigen, dass Kontraste – wie weich und hart, hell und dunkel, Bewegung und Stille – gemeinsam ein harmonisches Gesamtbild erzeugen.

Die Brücken – Übergänge und Bewegung

Die Brücken im japanischen Garten symbolisieren den Übergang von einem Zustand in einen anderen – vom Alltag zur Ruhe, vom Denken zum Fühlen, vom Menschen zur Natur. Wenn man die Brücke betritt, bewegt man sich nicht nur physisch, sondern auch mental. Es ist ein Moment des Wandels, in dem man das Alte hinter sich lässt und sich dem Neuen öffnet.


In der japanischen Tradition sind Brücken oft leicht geschwungen oder geneigt. Diese Form zwingt den Körper, sein Gleichgewicht zu finden, und erinnert uns daran, dass Ruhe nicht Stillstand, sondern bewusste Bewegung bedeutet. Die geschwungene Form hat zudem eine symbolische Bedeutung – sie repräsentiert den Rhythmus des Lebens und den Kreislauf der Natur.


Es gibt einen alten Aberglauben, der besagt, dass der Teufel nicht um Ecken gehen kann. Deshalb sind Wege und Brücken in japanischen Gärten selten schnurgerade. Wenn man einen gewundenen Pfad entlanggeht oder eine Bogenbrücke überquert, „entfernt man sich vom Teufel“ – man reinigt seinen Geist und lässt alles Schwere und Negative hinter sich, bevor man den Garten auf der anderen Seite erreicht.


Die Brücken markieren somit einen Wendepunkt in der Erzählung des Gartens. Sie verbinden nicht nur zwei Ufer, sondern zwei Welten – die äußere und die innere, die geschäftige und die stille. Das Rauschen des Wassers unter den Füßen und die sich verändernde Perspektive beim Überqueren der Brücke wecken ein stilles Bewusstsein für die Bewegung der Natur und unsere eigene.


Im Hotel Hesselet führen die Brücken die Gäste in aller Ruhe durch den Garten und bieten die Möglichkeit, inmitten der Bewegung innezuhalten – eine kurze Pause zwischen zwei Welten.

Die Pergola und der Blauregen (Fuji)

Die Glyzinie – auf Japanisch Fuji – ist eine klassische und beliebte Pflanze in der japanischen Gartenkunst. Ihre gewundenen Zweige und herabhängenden Blütenstände symbolisieren Liebe, Demut, Hingabe und Ausdauer. Wenn sie blüht, entfaltet sich die Natur mit einer Anmut, die zugleich prachtvoll und zerbrechlich ist – ein Sinnbild für die Schönheit und Vergänglichkeit des Lebens.


Während sich die Glyzinie an der Pergola emporrankt, bildet sie ein lebendiges, duftendes Dach, durch dessen Blüten und Blätter Licht und Schatten gefiltert werden. So entsteht ein Ort der Ruhe und Poesie – ein Ort, an dem die Zeit langsamer zu vergehen scheint. In der japanischen Tradition ist es ein Ort der Besinnung, der Liebe und des Miteinanders.


Die Pergola in Hesselet ist mehr als nur ein schönes Gartenelement – sie wird Teil des Erlebnisses der Gäste beim Besuch des Restaurants Hi. Die Gäste werden an der Rezeption abgeholt und den Weg zur Pergola hinaufgeleitet, wo sie vom Duft der Glyzinien und einem Moment der Stille unter dem blühenden Dach empfangen werden. Hier wird ihnen ein kleiner Imbiss oder eine Vorspeise serviert, während sie auf den Abend eingestimmt werden.


Es ist ein Moment des Ankommens – körperlich, geistig und sinnlich. Das Licht, der Duft und das Plätschern des Wassers aus dem Garten rund um die Pergola schaffen eine Atmosphäre der Vorfreude und Ruhe. Der Gang durch die Pergola markiert den Eintritt in eine neue Erfahrung – vom Alltag hin zu einem Abend im Einklang mit Natur, gutem Essen und menschlicher Anwesenheit.


In der japanischen Philosophie gilt die Glyzinie als Symbol der Dankbarkeit und des Respekts – ihre langen Ranken neigen sich zum Boden, als wollten sie ihre Umgebung ehren. In Hesselet wird sie so zu einem natürlichen Symbol für die Gastfreundschaft und Herzlichkeit, auf denen das Haus basiert.

Sie finden es im Japanischen Garten.